Hintergrund und Konzept
Digitale Souveränität ist in den vergangenen Jahren von einem Fachbegriff zur konkreten strategischen Notwendigkeit geworden. Viele Unternehmen, Gemeinden und öffentliche Einrichtungen wissen inzwischen, dass sie unabhängiger werden müssen – aber oft fehlt die Übersicht, welche Anbieter passende Lösungen liefern und wie ein sinnvoller Einstieg aussehen kann. Genau hier setzt der Marktplatz an.
Eine kuratierte Plattform statt einer unüberschaubaren Anbieterlandschaft
Der Marktplatz bündelt Unternehmen, die einen klaren Beitrag zu digitaler Souveränität leisten: Open-Source-Software, europäisches Hosting, datenschutzfreundliche Kommunikationslösungen, Migration raus aus proprietären Clouds, digitale Infrastrukturen, Beratung, Audits und Begleitung bei komplexen Umstellungen.
Das Prinzip ist einfach: Nur Anbieter, die souveräne Technologien oder Leistungen erbringen, werden gelistet. Keine reinen Reseller, keine proprietären Abhängigkeiten, keine reinen Lizenzverkäufer. Dadurch entsteht ein Marktumfeld, das fachlich tief, aber durch den Marktplatz nun leicht zugänglich ist.
Wie der Marktplatz strukturiert ist
Jedes gelistete Unternehmen hat ein eigenes Profil, das nicht einfach ein „Werbeeinschub“ ist, sondern einer klaren Struktur folgt:
- Welche Technologie oder Dienstleistung wird angeboten?
- Wie trägt sie konkret zu digitaler Souveränität bei?
- Welche offenen Standards oder Open-Source-Komponenten werden eingesetzt?
- Wo werden Daten verarbeitet und wie wird Datenschutz gewährleistet?
- Für welche Zielgruppen ist das Angebot geeignet: Verwaltung, KMU, Bildungseinrichtungen, kritische Infrastruktur? Damit entsteht ein verlässliches Bild.
Für wen ist der Marktplatz gedacht?
Die Plattform richtet sich an drei Gruppen, die aktuell ähnliche Herausforderungen teilen:
- Gemeinden und öffentliche Verwaltung – die zunehmend strategisch denken und wissen möchten, wie sie unabhängiger werden können, ohne operative Stabilität zu verlieren.
- KMU – die sichere, datenschutzfreundliche Alternativen suchen, aber nicht ausreichend Ressourcen oder Expertise für lange Recherchen haben.
- Organisationen, die bereits souverän arbeiten, aber Partner, Integrationen oder Weiterentwicklungen benötigen.
Diese Zielgruppen haben sehr unterschiedliche Startpunkte, aber eines gemeinsam: Sie wollen Orientierung und brauchbare Informationen, ohne sich durch Dutzende Agenturen, Beratungen und undurchsichtige Produktwelten kämpfen zu müssen.
Die Logik im Hintergrund:
Die Plattform ist bewusst als kuratierter Katalog gestaltet. Unternehmen zahlen eine Listing Fee, um sichtbar zu werden.
Es geht um Qualität vor Masse:
- Anbieter werden vor der Aufnahme geprüft.
- Die Kategorien folgen fachlichen Kriterien, nicht Marketingbegriffen.
- Die Profile sind vergleichbar aufgebaut, damit Entscheidungen leichter fallen.
- Auftraggeber können Anbieter filtern, anfragen, Gespräche anstoßen oder direkt Leistungen buchen.
Warum ein Marktplatz – und warum jetzt?
Die Nachfrage steigt: Gemeinden versuchen, aus proprietären Cloud-Lösungen herauszukommen; KMU möchten sicher kommunizieren; ab 2024/25 setzen immer mehr Ministerien und öffentliche Stellen in Österreich und Europa auf Open Source und europäische Infrastrukturen. Doch viele wissen nicht, wo sie beginnen sollen.
Der Marktplatz löst genau dieses strukturelle Problem: Er verbindet Anbieter, die Souveränität ermöglichen, mit jenen, die mehr Unabhängigkeit erreichen wollen – ohne Streuverluste, mit wenig "heißer Luft" und viel Substanz.